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Rapidshare stellt Dienst zum 31. März komplett ein

Rapidshare stellt Dienst zum 31. März komplett ein 3. März 2015Kommentar hinterlassen
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Quelle: Rapidshare.com

Rapidshare, einer der ersten populären Filehoster überhaupt, stellt seinen Dienst demächst komplett ein. Laut einer Mitteilung auf der Startseite wird das Portal zum 31. März 2015 abgeschaltet.

Rapidshare macht Schluss

Alle noch gehosteten Daten sollen hierbei gelöscht werden. Die kostenpflichtigen Angebote „Standard Plus“ und „Premium“ konnten noch bis Ende Februar verlängert werden und werden danach ebenfalls eingestellt. Die Kunden werden gebeten, die bei Rapidshare gespeicherten Daten zu sichern. Nach dem 31. März werden die Inhalte automatisch gelöscht, ein Zugriff ist dann also nicht mehr möglich.

Gerüchte über eine eventuelle Pleite bzw. Ende des Unternehmens gab es bereits seit einigen Jahren. So soll in den letzten Monaten nur noch eine einzige Person sämtliche Geschäfte von Rapidshare abgewickelt haben.

Der Filehoster wurde 2004 gegründet und erfreute sich damals vor allem bei Filesharern großer Beliebtheit. Wer die Daten mit voller Geschwindigkeit herunterladen wollte, musste ein kostenpflichtiges Abo abschließen. Da sich die Preise dafür allerdings in Grenzen hielten, konnten sehr viele zahlende Mitglieder gewonnen werden.

Druck der Behörden wurde zum Verhängnis

Rein rechtlich waren die Betreiber damals auf der sicheren Seite. Illegale Inhalte mussten erst nach einer Aufforderung gelöscht werden. Im Laufe der Zeit wurde der Druck seitens der Rechteinhaber und Behörden allerdings immer größer. So musste Rapidshare großen Aufwand betreiben, um gerichtliche Auflagen zu erfüllen.

Im Jahre 2012 wurde dann ein Trafficlimit für sämtliche Downloads eingeführt. Zahlende Kunden konnten somit maximal 30 GB Daten am Tag herunterladen, für nicht zahlende User war bereits nach 1 GB Schluss. Die Plattform wurde dadurch mit einem Schlag für Filesharer völlig uninteressant – diese wechselten einfach zu einem der zahlreichen anderen Anbieter.

Cloud brachte keinen Erfolg

Rapidshare versuchte sich danach als Cloud-Anbieter, dies brachte wohl allerdings nicht den gewünschten Erfolg. Im Mai 2014 wurde dann das kostenlose Angebot komplett eingestellt und die Preise drastisch erhöht. Gleichzeitig entließ das Unternehmen drei Viertel seiner Mitarbeiter.

Nun ist also endgültig Schluss.

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