Den richtigen Webhoster finden – unser großer Hosting-Guide

Den richtigen Webhoster finden
© bloomua / depositphotos.com

Einleitung

Webhosting ist Vertrauenssache. Schließlich ist der zukünftige Webhoster dafür verantwortlich, Deine Webseite störungsfrei zu betreiben. Er verfügt in der Regel über alle Daten, die Du ihm auf seinem Server zur Verfügung stellt und muss diese gegen Angriffe von Außen schützen. Eine Geschäftsbeziehung mit einem Hosting-Dienstleister ist oft über mehrer Jahre angelegt. Darum solltest Du den Webhoster vor Vertragsabschluss auf Herz und Nieren prüfen.

Was ist Webhosting?

Webhosting ist die Bereitstellung von Speicherplatz, der für Webseiten genutzt wird. Dieser Speicherplatz befindet sich auf einem „Server“ genannten Computer, der üblicherweise in einem Rechenzentrum mit vielen weiteren Servern gegen Entgelt von einem Webhoster betrieben wird. Er zeichnet sich auch für die Pflege und Wartung der Server verantwortlich. D.h. er kümmert sich um die permanente Erreichbarkeit der bei ihm gehosteten Webseiten, trifft vorbeugende Maßnahmen zur Sicherung der Server gegen Hackerangriffe und sorgt auch für die Einhaltung des Datenschutzes im Rechenzentrum. Darüber hinaus betreibt der Webhoster die Datensicherung durch das regelmäßige Erstellen von Backups.

Wie genau finde ich einen zuverlässigen und sicheren Anbieter für das Website-Hosting?

Um den richtigen Webhoster für Dein Projekt zu finden, solltest Du als ersten Schritt eine Recherche mit einer Suchmaschine unternehmen. Unter dem Stichwort „Webhosting vergleich“ findest Du sofort zahlrieche Angebote mit denen Du Dir einen ersten Überblick über den Markt er Webhoster verschaffen kannst. Im zweiten Schritt solltest Du eine Vergleichsseite finden, bei der Du die gewünschten Parameter eingibst und passende Ergebnisse von Webhostinganbietern erhältst. Diese kannst Du dann übersichtlich präsentiert miteinander vergleichen.

Wenn Du eine Webhoster ins Auge gefasst hast, schau Dir zunächst seine Webseite an. Wie seriös wirkt das Angebot? Welche Referenzen hat die Firma? Und wie detailliert ist das Leistungsportfolio auf der Webseite aufgeschlüsselt?

Recherchiere unbedingt auch nach Kundenmeinungen! Viele negative Erfahrungsberichte bedeuten nichts gutes. In der Regel taugt der Webhoster dann nichts. Wenn Du Dich für einen Webhosting-Dienstleister entschieden hast, frage ihn zunächts nach einem Testaccount. Ein guter Webhost wird Dir die Möglichkeit gewähren, ihn 30 Tage kostenlos auf Herz und nieren zu testen. Auf diese Weise gewinnst Du wertvole Einblicke in den Kundenservice und die angebotenen Leistungen, ohne Dich vorab schon über eine Vertragslaufzeit zu binden.

Die Details: Worauf sollte ich bei der Auswahl des für mich passenden Webhosters genau achten?

Speicherplatz

Ein exzellenter Webhoster verkauft Dir keine Standardleistungen zu überteuerten Preisen. Warum solltest Du 5 GB Speicherplatz wählen, wenn Du für denselben Preis auch 50 GB Speicherplatz auswählen kannst? Natürlich hängt die Wahl des Speicherplatzes vom zu realisierenden Projekt ab.

Ein Onlineshop mit 1.000+ Artikeln benötigt mehr Speicherplatz, als eine private Homepage mit Bildern aus dem letzten Urlaub. Trotzdem ist es eine gute Idee möglichst viel Speicherplatz einzuplanen. Schließlich wächst eine Webseite über die Zeit. Immer mehr Webhoster bieten flexible Tarife. Dann kannst Du entweder bei Bedarf recht einfach einen Tarif-Upgrade machen oder sie bieten Dir gleich flexiblen Speicherplatz in der Cloud an. Beim Cloud-Hosting verfügst Du stets über genau soviel Speicherplatz, wie Du benötigst. Auf diese Weise erhältst Du Planungssicherheit.

Traffic

Mit der Anzahl der Besucher auf Deiner Webseite steigt auch der Datenverkehr, der durch diese Besucher auf dem Webserver beim Webhoster generiert wird. Leider limitieren immer noch viel zu viele Webhoster den monatlichen Traffic.

Das bedeutet: Performt Deine Webseite richtig gut, kann es sein, dass der Webhoster den Stecker zieht. Dann ist Deine Webseite nicht mehr erreichbar, bis ein neuer Monat anbricht und das monatliche Trafficvolumen wieder zur Verfügung steht. Ein sehr guter Dienstleister kalkuliert in sein Angebotspaket eine Traffic-Flatrate mit ein. Die Traffic-Flatrate ist ein Must-have, wenn Du eine Webseite professionell betreiben möchtest.

Skripte und Datenbanken

Noch so ein Punkt, bei dem manche Webhoster zu restriktiv sind. Moderne Webseiten und die dahinter stehenden Content-Management-Systeme arbeiten mit Datenbanken und Skripten. Gerade wenn Du Software wie WordPress, Joomla oder Typo3 zur Erstellung Deiner Homepage nutzen möchtest, benötigst Du die Freigabe von PHP-Skripten und eine ordentliche Anzahl an MySQL-Datenbanken.

Ein weiterer Aspekt ist die Verschlüsselung Deiner Webseite. Da Google mit SSL-verschlüsselte Webseiten besser bewertet als unverschlüsselte, benötigst Du ein SSL-Zertifikat. Das kostet bei fast allen Webhostern extra. Es gibt aber auch Webhosting-Dienstleister, die diesen Service in ein Angebotspaket schnüren, oder zumindest die Gratis-Verschlüsselung mit „Let’s Encrypt“ anbieten. Auch hier solltest Du sehr genau hinschauen.

Das Memory-Limit

Noch so ein Aspekt, an den man nicht sofort denkt. Wenn Du Content-Management-Systeme wie Typo3 oder WordPress nutzen möchtest, benötigst Du die Erlaubnis PHP-Skripte auf Deinem Webspace oder Server zu nutzen. Das Memory-Limit ist das Limit des Arbeitsspeichers für PHP-Skripte.

Die Webhoster setzen diesen Arbeitsspeicher mit dem Memory-Limit auf einen bestimmten Wert. Software wie z.B. WordPress benötigt ein Memory-Limit von mindestens 128 MB. Einige Hosting-Dienstleister erlauben sogar, das Memory-Limit selbständig zu erhöhen.

E-Mail-Konten und Postfächer

Eine vernünftige Anzahl an E-Mail-Konten und Postfächern gehören bei einem guten Webhosting-Angebot einfach dazu. Vor allem, wenn Du mit mehreren Leuten eine Webseite nutzt, z.B: im Rahmen Deines Vereins oder einer Firma, benötigt jeder von Euch eine eigene E-Mail-Adresse mit angeschlossenem E-Mail-Postfach. Natürlich sollte jedes E-Mail-Postfach wiederum mit einem guten Speicherplatz ausgestattet sein. Heutzutage schicken die Leute gerne einmal große Dateien im Anhang mit.

Der Empfang so einer E-Mail darf nicht gleich Dein ganzes Postfach lahmlegen. Auch ein SPAM-Filter, der unerwünschte E-Mails schon bei der Zustellung aussortiert und die Möglichkeit eine Weiterleitung oder Abwesenheitsmail einzurichten, sollte im E-Mail-Konto des Webhosters enthalten sein.

Die Unterstützung von IMAP, ein Protokoll bei dem die E-Mails auf dem Server gelagert werden, ist heutzutage schon Pflicht. So kannst Du die E-Mails auf allen Deinen Geräten (z.B. Laptop, Smartphone und Desktopcomputer) lesen.

Inklusiv-Domains

Bei den Inklusiv-Domains verhält es sich wie mit dem Speicherplatz. Warum solltest Du für den Preis, den Du zahlst, nicht das Maximum erhalten? Inklusiv-Domains gehören bei allen guten Webhostern zum Standard-Repertoire. Es sollte also mindestens eine Domain im Angebotspaket enthalten sein. Üblich sind aber oft auch drei, fünf oder gar zehn Inklusiv-Domains. Und zwar nicht nur .de-Domains, sondern aus einem Pool aller wichtigen Top-Level-Domains wie .com, .net .org und .eu.

Zudem werden auch Special-Interest-Domains mit Endungen wie zum Beispiel .travel, .charity oder regionale Domains mit den Endungen wie zum Beispiel .hamburg oder .berlin immer wichtiger. Ein ausgezeichneter Webhoster bietet solche Special-Interest-Domains an. Die Preise dafür sollten in einem angemessenen Rahmen bleiben.

Hast Du also drei Domains in Deinem Hostingpaket inklusive und benötigst weitere Domainnamen für Dein Projekt, sollten diese zu einem vernünftigen Preis einfach und schnell hinzu buchbar sein.

Kunden je Server

Ein oft unterschätzter Aspekt, ist die Anzahl der Kundenwebseiten auf einem Server. Gerade sehr günstige Webhoster packen 100+ Webseiten auf einen Server. Das drosselt nicht nur die Leistung Deiner Webseite, sondern kann auch unter SEO-Aspekten nachteilig sein. Denn Du weißt nie, wie seriös andere Webseiten auf demselben Webspace sind.

Liegt zum Beispiel eine unseriöse Webseite auf demselben Server, hat diese dieselbe IP-Adresse wie Deine. Das erkennt wiederum Google. Ein guter Webhoster begrenzt darum die Anzahl der Webseiten auf einem Server und teilt Dir diese schon in der Paketübersicht mit. Zudem schließt ein professioneller Webhoster in seinen AGB’s die unseriöse Nutzung seiner Dienstleistungen aus.

Erreichbarkeit & Performance

Die Erreichbarkeit des Webhosts spielt eine gewichtige Rolle. Was nützt einem die Dienstleistung, wenn die Server des Webhosts sehr oft „down“ sind? Üblicherweise veröffentlichen Webhoster die Daten zu ihrer Performance auf ihrer Webseite. Je niedriger der Wert für die Erreichbarkeit pro Jahr ist, umso mehr Störungen und Ausfälle gab es im Rechenzentrum des Dienstleisters. Ausgezeichnete Webhoster haben eine Performance zwischen 98 und 99,9 Prozent. Webhoster mit schlechteren Werten als 98 sollte man nicht in die engere Wahl nehmen.

Support

Die Art und Weise wie Du mit Deinem Webhoster kommunizieren kannst, ist ebenfalls von großer Bedeutung. Vor allem dann, wenn ein Problem auftaucht und Du sofort Unterstützung benötigst. Viele Webhoster sparen gerade an diesem Punkt. Aber was nützt Dir bei einer akuten Störung mitten in der Nacht ein Dienstleister, der nur per E-Mail erreichbar ist und Deine E-Mail dann auch erst drei Wochen später beantwortet? Ein exzellenter Webhoster hat für seine Kunden mindestens eine Hotline geschaltet, auf der er zu den üblichen Geschäftszeiten telefonisch erreichbar ist.

Wenn er besonders exzellent ist, kostet ein Anruf bei dieser Kundenhotline auch nichts extra. Zunehmend bieten Firmen auch einen Support via Live-Chat an.

Die One-Click-Installation

Sie ist eine Nice-to-have, zeichnet aber einen guten Dienstleister aus: die One-Click-Installation. Dabei stellt der Webhoster vorab installierte Software auf seinem Server zur Verfügung, die bei Bedarf durch einen Klick auf dem eigenen Webspace installiert werden kann. Üblicherweise zählen dazu WordPress, Joomla, Typo3 aber auch Drupal, ein Wiki oder Forensoftware wie phpBB. Manche bieten sogar kostenlose Shopsoftware für den Betrieb des eigenen Onlineshops vorinstalliert an.

Ein Blick Hinter die Kulissen: das Rechenzentrum

Ein ausgezeichneter Webhosting-Dienstleister betreibt sein eigenes Rechenzentrum. Dabei ist nicht nur der Standort dieses Zentrums von zentraler Bedeutung, sondern auch die Art und Weise wie die Server dort untergebracht sind.

Der Standort in Deutschland sollte in Hinblick auf die Datenschutzgrundverordnung Pflicht sein. Auch die Nähe zu einem Internetknoten, einem sogenannten Backbone, ist ein entscheidendes Kriterium. Die Verwendung von hochwertiger Technik namhafter Hersteller und die Einhaltung von Normen und Sicherheitsstandards zum Betrieb des Rechenzentrums sind ebenfalls sehr wichtig.

Auch sollte man sich anschauen, wie das Rechenzentrum vor Eindringlingen geschützt ist und wieviele Leute dort den Betrieb rund um die Uhr sicherstellen. Seriöse Dienstleister geben zu diesen Aspekten immer Auskunft und stellen ihr Rechenzentrum in einem kleinen Video auf ihrer Webseite vor.

Auch sollte man sich anschauen, wie der Webhoster eigentlich auf unvorhergesehene Ereignisse reagiert. Für wieviele Stunden ist der Betrieb bei einem Stromausfall gewährleistet? Wie schützt der Webhoster sein Rechenzentrum vor Hackerangriffen? Das sind Fragen, auf die der Webhoster ebenfalls eine gute Antwort haben sollte.

Webspace oder Server? Was benötige ich für mein Projekt?

Eine Webseite kann entweder gemeinsam mit anderen Webseiten auf einem Server im Rechenzentrum des Dienstleisters gehostet werden, oder man bucht sich exklusiv einen eigenen Server. Welche Option wann die richtige ist und wie sich die einzelnen Dienstleistungen voneinander unterscheiden, erklären wir in diesem Absatz:

Shared Webhosting / Webspace

Webhosting Serverraum
© scanrail / depositphotos.com

Das Shared Webhosting ist die wohl am weitesten verbreitete Art des Hostings. Mehrere Kunden teilen sich mit ihren Webpräsenzen einen Server. Es gilt die Faustregel: je weniger Homepages sich einen Server teilen, umso besser ist die Performance. Gute Hosts garantieren, maximal 50 Kunden auf einem Server zu speichern.

Jeder Kunde erhält ein eigenes Backend und kann im begrenzten Umfang voreingestellte Parameter nach seinen Bedürfnissen anpassen. Der Markt für Shared Webspace ist riesengroß. Es lohnt deshalb, die Angebote der einzelnen Hosts genau zu vergleichen. Ein Host den wir empfehlen würden, ist übrigens Netcup aus Karlsruhe, wofür wir auch einen Netcup Gutschein anbieten.

Neben der Anzahl an Gigabytes achte auf eine Reihe zusätzlicher Leistungen, die uneingeschränkt im Preis enthalten sein sollten. Dazu zählt vor allem der Kundenservice. Ein telefonischer Support bzw. Hilfestellung via E-Mail. Das ist Gold wert, wenn Du ein Problem bei der Konfiguration hast. Auch die Höhe des erlaubten Traffics ist ein wichtiges Merkmal für ein geeignetes Shared Webhosting-Paket. Nicht bei jedem Anbieter steht hier »unbegrenzt« im Angebot.

Lass Dich zudem nicht von übertrieben günstigen »Nur 1,- EUR im Monat«-Angeboten ködern. Allzu oft zahlst Du im Austausch überhöhte Einrichtungsgebühren. Oder die monatlichen Kosten werden in der Vertragsverlängerung anschließend überdurchschnittlich erhöht. Für die allermeisten Webprojekte reicht Shared Webhosting also völlig aus.

Einen Nachteil gibt es beim Shared Webspace dann aber doch: Du hast keine Kontrolle darüber, mit welchen Kunden Deine Homepage sich einen Server teilt. Das ist in den meisten Fällen ohne Belang. Kann sich aber negativ auswirken, wenn Du auf ein positives möglichst hohes Suchmaschinenranking vor allem bei Google angewiesen bist. Befindet sich unter Deinen Servernachbarn ein unseriöser Zeitgenosse, der SPAM, pornografische oder rassistische Inhalte veröffentlicht, würde die Suchmaschine nicht nur diese sondern auch Deine Webseite im Ranking abwerten. Denn die Suchmaschine registriert die IP-Adresse des Servers.

Da Du Dir beim Shared Hosting den Platz mit anderen Kunden auf dem gleichen Server teilst, habt Ihr alle dieselbe IP-Adresse. Zwar schließen Webhoster in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen aus, dass dubiose Inhalte veröffentlicht werden dürfen. Ganz ausschließen kann man das allerdings nicht.

Vorteile:

  • gutes Preis-Leistungs-Verhältnis dank geringer monatlicher Kosten.
  • Wartung und Überwachung durch den Host inklusive.
  • Zugriff auf Skripte, Datenbanken und E-Mail-Konten.
  • regelmäßige automatische Backups.
  • Kundenservice via Telefon-Hotline oder per E-Mail.

Nachteile:

  • IP-Sharing. Die IP des Servers gilt für eine größere Anzahl Homepages.
  • Unter Umständen schlechte Performance. Bei erhöhtem Zugriff auf mehrere Webseiten auf dem gleichen Server kann es zur Verzögerung der Auslieferung kommen.
  • Geringe Skalierbarkeit. Steigt der Speicherbedarf Deiner Homepage oder der Traffic rasant an, hilft nur ein Upgrade auf das nächsthöhere Angebotspaket.

Das Cloud-Hosting

Eine leistungsfähige Variante des Webhostings ist das Cloud-Hosting. Hierbei zahlst Du pro benötigtem Gigabyte Speicherplatz einen festen Betrag pro Monat. Benötigst Du mehr Speicher, steigen die Kosten leicht an. Benötigst Du weniger, sinken sie. Cloud-Hosting wird von immer mehr Dienstleistern ermöglicht.

Hierbei kannst Du nicht nur aus mehreren Standorten des Rechenzentrums auswählen, sondern in der Regel auch alle Komponenten wie Betriebssystem, Skripte und Datenbanken flexibel aus- oder abwählen. Dadurch erhältst Du die größtmögliche Flexibilität und kannst das Wachstum Deines Webprojektes individuell begleiten.

Der Dedicated Server

Beim Dedicated Server, zu Deutsch dedizierter Server, handelt es sich um einen physikalischen Server, der dem Kunden exklusiv zur Verfügung gestellt wird. Mit der Miete erhältst Du das alleinige Nutzungsrecht für den Server. Üblicherweise steht dieser Server zusammen mit einer Vielzahl weiterer Server im Rechenzentrum des Hosting-Anbieters. Dieser kümmert sich auch um Betrieb und Überwachung des Servers. Ein dedizierter Server lohnt sich vor allem für leistungsintensive Webprojekte, wie z.B. eine Vielzahl von Datenbankabfragen oder größere Webseiten.

Weil die Ressourcen nicht mehr mit anderen Kunden geteilt werden müssen, steht Dir die komplette Prozessorleistung des Dedicated Servers zur Verfügung. Der dedizierte Server wird dir oft als Root Server vermietet. Somit bist Du für die Administration und die Pflege des Servers vollumfänglich verantwortlich. Kenntnisse im Umgang mit Servern und die Bereitschaft Sicherheitsupdates on time durchzuführen sind zwingend erforderlich.

Vorteile:

  • exklusive Nutzung.
  • maßgeschneiderte Konfiguration.
  • mehr Leistung und viel Speicherplatz bietend.
  • umfangreicher Zugriff auf alle Parameter.

Nachteile:

  • höhere Kosten.
  • eigene Verantwortung für Wartung, Pflege und Sicherheit.

Der Managed Server

Während der Dedicated Server für Dich als Kunde frei konfigurierbar ist und Du Einstellungen und die Überwachung des Systems komplett selbst verantwortest, ist der Managed Server ein vom Hosting-Anbieter betreuter und überwachter Server. Updates der Betriebssoftware, die Umsetzung von Datenschutzrichtlinien oder gar die Abwehr von lästigen Hacker-Angriffen sorgen Dich nicht. Denn Du kannst Dich auf das Fachpersonal des Webhosts verlassen, der sich um alle Belange des für Dich bereitgestellten Servers kümmert. Dieser Dienst ist mehrheitlich schon unter 100,- EUR pro Monat erhältlich.

Die Dienstleistung »Managed Server« ist besonders interessant für Dich, wenn Du ein umfangreiches Webprojekt betreust und dafür die Leistung eines einzigen Servers benötigst, Du aber keine ausreichenden Kenntnisse zur Administration eines Servers besitzt, oder Du Dich aus Zeitgründen nicht mit der Betreuung eines Servers befassen möchtest.

Vorteile:

  • Administration durch Fachpersonal.
  • 100%-iger Schutz vor Hackern.
  • Umsetzung der jeweils aktuellen Datenschutzrichtlinien.
  • Automatische Backups und Updates.
  • Volle Leistung eines physikalischen Servers.

Nachteile:

  • Begrenzung durch Hardware und angebotene Systemlösung.
  • höhere Kosten als beim Dedicated Server.

Und was ist mit einem Free Webspace? Kann ich nicht auch ein kostenloses Hosting in Anspruch nehmen?

Das Konzept des Free Webspace ist der Tausch Speicherplatz gegen Werbung. Der Gratishoster finanziert also den Speicherplatz, indem er Werbung auf Deiner Webseite ausspielt. Das geschieht in der Regel durch ein Pop-up oder Werbebanner, das den Besuchern Deiner Webseite eingeblendet wird.

Vielfach wird diese Art der Werbung heutzutage als Belästigung wahrgenommen. Zudem hast Du keinen Einfluss auf die beworbenen Inhalte. Das ist besonders dann blöd, wenn die Werbung nicht zum Inhalt bzw. Deiner Zielgruppe passt oder sogar Werbung für erotische Webseitenbetreiber macht.

Kostenloser Speicherplatz für Deine Webseite bei einem Gratishoster ist also eher etwas für den privaten Bereich. Nicht nur, weil Du hier eher 50 MB als 50 GB Speicherplatz erhältst. Die meisten Funktionen, die zu einer guten Hostingdienstleistung gehören sind beim Gratishosting nicht vorhanden. Dazu zählen automatische Backups Deiner Daten aber auch der Kundenservice.

Benötigst Du eine eigene Domain musst Du dann doch wieder tief in die Tasche greifen. Die Domainregistrierung lassen sich auch die Gratishoster bezahlen. Enthalten ist nämlich meist nur eine Subdomain.

Aber petermueller.superfreewebhosting.co.com sieht einfach nicht gut auf der Visitenkarte aus. Und fehlerfrei eintippen lassen sich solche Webadressen meist auch nicht. Die Folge sind weniger Besucher. Auch weil die großen Suchmaschinen die IP-Adressen der Webserver der Gratishoster kennen und diese im Zweifelsfall schlechter bewerten. Beim Gratishosting besteht zudem die Gefahr, dass Anbieter Deine Webseite einfach löscht. Der Markt der Gratishoster verändert sich permanent. Viele Anbieter sind über Nacht von der Bildfläche verschwunden.

Vorteile:

  • kein Invest.

Nachteile:

  • oft sehr begrenzter Speicherplatz.
  • Skalierbarkeit: Speicher und Traffic können bei Wachstum der Homepage nicht flexibel angepasst werden.
  • keine Back-ups.
  • kein Kundensupport. Weder per Telefon, noch per E-Mail.
  • Werbung als Pop-Up, auf deren Inhalt man keinen Einfluss hat.

Mit welchen Kosten muss ich beim Webhosting rechnen?

Beim Webhosting zahlst Du vor allem für den Speicherplatz. Je nachdem wie viel Gigabyte Du benötigst, musst Du hier mit den meisten Kosten rechnen. Weitere Auslagen entstehen Dir für die Reservierung und Nutzung der Internetadressen. Die Höhe der monatlichen Gebühren für die Domain variieren je nach Art der Top-Level-Domain.

Ein weiterer Kostenfaktor ist der Traffic Deiner Seite. Hast Du viele Besucher auf Deiner Seite finden viele Seitenabrufe statt. Die verursachen Traffic. Und Traffic kostet Geld. Manche Dienste wie SSL-Zertifikate, Verschlüsselungen mit https oder die Nutzung bestimmter Skripte fallen bei vielen Internetserviceprovidern unter die Rubrik Zusatzleistungen, die ebenfalls mit einem monatlichen Betrag zu Buche schlagen.

Auch beim Kundenservice musst Du manchmal mit Aufpreisen rechnen. Nicht jeder Webhost hat eine Hotline, bei der man kostenlos anrufen kann um Fragen zu klären. In der Regel lassen sich die Dienstleister diesen Service bezahlen.

Nutzt Du einen eigenen Server fallen Kosten für Betrieb und Einrichtung des Gerätes an, die der Webhost in die Angebotspakete einpreist. Auch hier können Zusatzleistungen wie z.B. die eigene IP-Adresse oder bestimmte Zertifikate fällig werden, je nachdem welche Konfiguration Du für Deinen Server benötigst. Da jeder Anbieter seine Preise selbst gestaltet und die Leistungen bei vielen Anbietern variieren, lohnt sich in jedem Fall ein genauer Preisvergleich.

Welche Webhosting-Anbieter empfehlen wir?

Unserer Erfahrung nach sind Netcup, webgo und Dogado sehr gute Anbieter, auf welchen wir selbst zahlreiche Projekte betreiben.

Netcup:

Netcup LogoHostingdeal.de läuft zum Beispiel derzeit auf einem Webhosting Paket bei Netcup, welches für diesen Zweck vollkommen ausreichend ist. Der Anbieter aus Karlsruhe betreibt ein eigenes Rechenzentrum in Nürnberg und betreut mittlerweile rund 50.000 zufriedene Kunden auf der ganzen Welt. Neukunden können sich mit Hilfe eines Netcup Gutscheins unter anderem auch die Einrichtungsgebühr sparen oder einen dauerhaften Rabatt erhalten.

 

webgo:

webgo LogoAuch beim Hamburger Unternehmen webgo besitzen wir zwei Webhosting-Pakete, auf denen wir seit einigen Jahren Projekte betreiben. Besonders positiv hervorzuheben ist hier der neue Homepage-Baukasten, mit dem sich auch Laien in kurzer Zeit eine ansprechende Webseite kreieren können. Die Server- und Netzwerktechnik liegt dabei in Frankfurt, nur einige Hundert Meter von dem größten globalen Internetknoten entfernt.

 

Dogado:

Dogado LogoDogado hat seinen Sitz in Dortmund und ist vor allem auf Cloud-Hosting für Firmenkunden spezialisiert. Allerdings gibt es hier auch SSD-Webhosting Tarife mit großen Funktionsumfang, die sich eher an normale Anbieter richten. Auch der bekannte Anbieter Alfahosting gehört mittlerweile zur Dogado Gruppe, bleibt aber unter eigenen Namen bestehen.


Wie finde ich beim Vergleich verschiedener Webhosting-Pakete das richtige für mein Projekt?

Der Preis ist heiß. Das gilt natürlich auch beim Webhosting. Um den richtigen Anbieter mit der perfekten Dienstleistung für Dein Webprojekt zu finden, kommt es vor allem darauf an Preise und Leistungen miteinander zu vergleichen. Bei manchen Hosts kosten 5 GB so viel, wie bei anderen 50 GB. Du musst also vorab grob umreißen, welche Dienstleistungen Du auf jeden Fall benötigst.

Um die Auswahl des Webhostingpaketes zu erleichtern, solltest Du vorab folgende Fragen für Dich beantworten:

  • Wie viel Speicherplatz benötigst Du?
  • Wie viel Domainnamen brauchst Du?
  • Mit wie vielen Besuchern rechnest Du für Deine Webseite?
  • Wie viel E-Mail-Postfächer beansprucht Dein Projekt?
  • Benötigst Du Zertifikate und Erweiterungen?
  • Benötigt Dein Webprojekt Datenbanken? Wenn ja, wie viele?
  • Brauchst Du Skriptsprachen auf dem Server?
  • Wie wichtig ist Dir ein telefonischer Support?
  • Wie viel Budget hast Du im Monat zur Verfügung? D.h. wie viel möchtest Du für die Dienstleistung »Webhosting« ausgeben?

Mit den Antworten auf diese Fragen verfügst Du über Faktoren, mit denen Du die Dienstleistungen der einzelnen Webhoster miteinander vergleichen kannst.

Manche Webhosts bieten Dir Testzugänge an, mit denen Du Leistungen vorab einen Monat kostenlos testen kannst.

Ein wichtiger Punkt sind auch die Vertragsbedingungen. Bindest Du Dich langfristig an einen Webhost, oder kannst Du jederzeit kündigen? Gerade auf den ersten Blick günstige Angebote kosten Dich auf die Vertragslaufzeit gesehen bares Geld, wenn nach dem Rabattpreis eine satte Erhöhung fällig wird.

Um den richtigen Anbieter zu finden kannst Du im Internet Recherchen anstellen. Es gibt einige Verzeichnisse, in denen Webhoster gelistet sind und deren Leistungen miteinander verglichen werden. Achte hierbei auch auf die Kundenbewertungen.

Wie hat dir unser Artikel gefallen?
Den richtigen Webhoster finden – unser großer Hosting-Guide: 1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne
5,00 von 5 Sterne, basierend auf 15 abgegebenen Stimmen.

Loading...